Von den "Sösemolchen" zu den "Sösespatzen" (Auszug aus der Vereinschronik)

Hervorgegangen sind die Sösespatzen aus der Tanzkapelle "Sösemolche", die sich aus Seidenkranz, Bruns, Dienelt sowie Henne zusammensetzte. Als Ulrich Henne 1962 erkrankte, sprang der Lerbacher Dieter Fuchs für ihn ein.

Die Ehefrauen beklagten sich, dass ihre Männer nahezu jedes Wochenende in Sachen Tanzmusik unterwegs waren und so beschlossen die Musiker, im Jahre 1966, ihre Frauen mitzunehmen und vor der Tanzmusik harzer Liedgut vorzuführen. Diese Formation nannte sich dann "Sösespatzen". Diese Formation war sehr gefragt bei den Veranstaltern und ihren Gästen, denn nach dem folkloristischen Teil kam noch die Tanzmusik vom Feinsten und es wurde bis spät in die Nacht getanzt und gefeiert.

 

V.l.n.r.: Manfred Bruns, Ilse Guse, Rolf Dienelt, Erika und Gerd Seidenkranz, Liesa und Dieter Fuchs und Klaus-Dieter Guse

Vereinsheim der Sösespatzen in Riefensbeek (gleich neben der Kirche)

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Wie aus den Molchen Spatzen wurden

Sie nannten sich Sösemolche, die vier Musiker aus dem Harz, die mit ihrem typischen Sound, die Festveranstaltungen der Region gestalteten. Musik ohne Gesang ist wie Wintersport mit wenig Schnee. Also beschlossen sie, 1966 mit ihren Ehefrauen eine Sing- und Trachtengruppe zu gründen. Es war die Geburtsstunde der Sösespatzen. Das Brauchtum, die Hausmusik und Heimatlieder hatten bei der harzer Bevölkerung stets einen hohen Stellenwert. Die ersten Darbietungen kamen bei dem Publikum an und so war es natürlich naheliegend, dass harzer Brauchtum, an dem sich in frühen Zeiten Dichter und Denker erfreuten, in die weite Welt zu tragen.

Das lies nicht lange auf sich warten. Die Spatzen waren nicht nur in Hamburg, Lübeck und Berlin begehrt. Auch in Österreich, Frankreich, Dänemark, Schweden und Norwegen wollte man sie sehen und hören. Durch ihr folklorisches Können, zusammen mit namhaften Interpreten aus Rundfunk und Fernsehen, erlangen die Sösespatzen sehr schnell einen hohen Bekanntheitsgrad. Es folgen große Auftritte, Schallplattenverträge, Gesangswettbewerbe und vieles mehr auf den Sprossen der hohen Erfolgsleiter.

Eines der größten Highlights in der Erfolgsgeschichte der Sösespatzen war eine Konzertreise an die Ostküste der USA. Von dem kleinsten staatlich anerkannten Erholungsort des Harzes nach New York, Washington, Philadelphia und Atlantic City. An den Orten, wo auch die große Musik der Welt zu Hause ist, begeisterten die Sösespatzen das Publikum.
Aus einstigen Fans wurden inzwischen teilweise Mitglieder. Der Verein blickt stolz auf 44 aktive und 381 passive Spatzen. Sösespatzen ohne Spätzchen, war für die Vereinsleitung einfach undenkbar. Deshalb entstand 1973 eine Kinder- und Jugendgruppe, die einmal als Spatzen das Brauchtum und den Fortbestand des Vereins sichern sollten.

Ist doch klar, dass Spatzen auch ein Nest brauchen. Aufgrund der Initiative von dem Gründungsmitglied und langjährigen Vorstand Gerhard Seidenkranz entstand 1975 ein schmuckes Vereinshaus. Nach fast zweijähriger Bauzeit, mit ca. 4.200 Arbeitsstunden wurde das Nest in kompletter Eigenleistung fertig gestellt.
Spatzennest im Winter 2012
Hier wird geübt und gefeiert. Vorgetragen wird in der Welt.

Unsere Stufen zum Erfolg

Spaß und Freude mit bekannten Interpreten- Heino

- Patrick Lindner

- Franzel Lang

- Maria und Margot Hellwig

- Marianne und Michael

- Original Oberkrainer Sextett

- Gothilf Fischer

- Hanzel Krönauer

Unterwegs mit einem Millionenpublikum

- Fernsehsendung mit Maria Hellwig

- Fernsehsendung mit Max Schautzer "Allein gegen Alle"

- Fernsehsendung mit Hans Rosenthal "Gefragt, gewusst, gewonnen"

- Fernsehsendung "Aktuelle Schaubude"

- Fernsehsendung "Bi uns tu Hus"

Feiern mit Politik und Wirtschaft

- Gerda Dempwolf aus Osterode hatte anlässlich ihrer Wahl in den Deutschen Bundestag die Sösespatzen als Gruß aus der Heimat präsentiert.

- Dr. Martin Schmidt MdB feierte seinen runden Geburtstag mit Altkanzler Helmut Kohl, Karl Ravens, Richard Stücklen und vielen anderen. Wer durfte dabei sein? Natürlich die Sösespatzen!

- der schwedische Hotelier hatte die Sösespatzen für 10 Tage nach Schweden eingeladen, um seinen Landsleuten Harzer Folklore nahe zu bringen.